Maßnahmen
Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über verschiedene Elemente unseres Berufsorientierungskonzeptes. Klicken Sie bitte auf die Pfeile, um die Berufsorientierungsmaßnahmen in den einzelnen Klassenstufen sehen zu können.
Klasse 7
Girls‘Day/Schnuppertag
Wir nehmen mit unseren Schülerinnen aktiv am Girls‘Day teil. An diesem Tag erhalten Mädchen Einblicke in Berufe, die sie bei der Berufswahl typischerweise eher selten in Betracht ziehen. Anhand des Besuchs ausgewählter Arbeitsstätten erleben die Schülerinnen die spannenden Seiten von ihnen eher unbekannten Berufsfeldern. Der Girls’Day ist mittlerweile das größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen in Deutschland und Europa.
Zusätzlich nutzen wir an der Stadtteilschule in Lurup einen Schnuppertag in Betrieben der Eltern, Verwandten oder Bekannten für eine Erstbegegnung mit dem Berufsleben. Den Schülerinnen und Schülern bringen diese Aktivitäten einen ersten intensiven Einblick in den Arbeitsalltag. Dabei sollen sie sich auch mit den wichtigen erforderlichen Tugenden im Berufsleben auseinandersetzen und erfahren, was es heißt, 8 Stunden zu arbeiten.
Werkstattarbeit bei Luur-up e.V.
Ein besonderes Angebot eines außerschulischen Bildungsträgers sind unsere Meisterkurse in der 7. Klasse. Der Verein Luur-up e.V. leistet seit mehr als 25 Jahren soziale Arbeit mit Kindern und Jugendliche im Stadtteil Lurup. Im Werkstatttreff in der Luruper Hauptstraße betreibt Luur-up eine Holz-, Metall- und Schneiderwerkstatt, in der diese Kurse stattfinden.
Die Klassen werden halbiert und jeweils eine Hälfte der Klasse geht eine Woche lang zu Handwerksmeistern in den Kurs. Jeder Schüler stellt ein fertiges handwerkliches Produkt her. Die Schülerinnen und Schüler sind hier fleißig und ausdauernd dabei und lernen mit viel Spaß und Engagement.
Job-Tour der Handwerkskammer
Seit einigen Jahren organisiert die Hamburger Handwerkskammer die sogenannte Handwerk-Jobtour. In einer Schule der Region findet eine große Messe der Handwerksberufe statt, zu der die umliegenden Schulen eingeladen werden. In vielen verschiedenen Angeboten, oft auch zum Mitmachen, stellen sich Handwerksberufe hautnah vor. Die Schülerinnen und Schüler können nachfragen, anfassen und haben Aufträge zu drei speziellen Berufen. Dabei können sie viele Informationen zu Ausbildungsberufen im Handwerk sammeln.
Klasse 8
Bewerbungsunterlagen
In der 8. Klasse starten wir durch in die Welt der Berufe. Neben vielen wichtigen Unterrichtsinhalten zu Berufsbildern beginnen wir nun auch mit der Erstellung der Bewerbungsunterlagen. Diese werden zentral gespeichert, so dass die Schülerinnen und Schüler jederzeit in der Schule darauf zugreifen können. Außerdem speichern viele Schülerinnen und Schüler ihre Unterlagen schon gleich auf einem eigenen USB-Stick, um auch außerhalb der Schule immer an den Bewerbungsunterlagen arbeiten zu können. Die Bewerbungsunterlagen werden immer nach den neuesten Vorlagen gestaltet und es wird Wert auf individuelle Gestaltung gelegt.
Besuch beim BIZ
Regelmäßig zu Beginn der 8. Klasse besuchen die Schülerinnen und Schüler das Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit. Dort bekommen sie die ersten, grundlegenden Eindrücke zu den vielen unterschiedlichen Berufen und lernen die für sie zuständige Berufsberaterin kennen.
Stadtteilerkundung
Ein neues Projekt der Kollegen aus den Berufsschulen ist die Stadtteilerkundung. Die Schülerinnen und Schüler erkunden Regionen des Stadtteils nach ansässigen Betrieben und Berufen und führen Interviews mit Profis in den Betrieben durch. Auf diese Weise bekommen sie eine erste Idee für mögliche Praktikumsbetriebe in der Umgebung.
Betriebsbesichtigungen
Ein weiteres Projekt der Berufsschullehrerinnen und Lehrer sind Betriebsbesichtigungen bei großen hamburgischen Unternehmen wie dem NDR, der Polizei Hamburg, Beiersdorf und anderen. Hierzu gehört eine intensive Vor- und Nachbereitung.
Schülerinnen und Schüler sind immer wieder begeistert, die Möglichkeit zum Einblick in Betriebe zu bekommen, an die sie sich selbst nie herangetraut hätten.
Schülerfirma
Ein wichtiger Baustein in der ökonomischen Bildung sind unsere Schülerfirmen. Schülerinnen und Schüler gründen eine Firma und entwickeln ein am „Markt“ orientiertes Produkt zur Vermarktung. Sie müssen dabei planerisch tätig sein, Marktforschung betreiben, Preise kalkulieren und Werbung zielgerichtet gestalten. Ein wichtiger Lernerfolg entsteht durch die Erkenntnis, dass sich persönliches Engagement für das Produkt in barer Münze auszahlt. Einige Beispiel für Schülerfirmen waren bisher: selbstgestaltete Wanduhren, Verkauf von Äpfeln, Legespiele, Waffelverkauf u.v.m.
Die Belange der Schülerfirma spielen dabei nicht nur im Arbeitslehreunterricht eine Rolle. Es entsteht ein Unterrichtsprojekt, welches sich über mehrere Wochen hinweg hält und auch Auswirkungen auf den Deutsch-, Mathe- und Kunstunterricht haben kann.
Berufsmesse
Die Berufsmesse ist unser jüngster Baustein in der Berufsorientierung. Schülerinnen und Schüler lernen durch „Praktiker“ Berufe handelnd kennen. In einer Abendveranstaltung, zu der sich Angehörige von lokalen Betrieben bereitgefunden haben, lernen die Schülerinnen und Schüler 2 Berufe kennen. Um in diese Workshops aufgenommen zu werden, mussten sie jeweils eine Bewerbungsmappe einreichen, sich also bei den Betrieben bewerben. Die Auswertung dieser Bewerbungen ist ein Teil der Veranstaltung. Dabei übernehmen nicht die Lehrerinnen und Lehrer das Ruder, sondern die Praktiker aus den Betrieben. Nachfolgend handeln die Schülerinnen und Schüler an berufstypischen Dingen und erarbeiten eine kleine Präsentation für den Abschluss der Veranstaltung. Dieser Bestandteil unserer Berufsorientierung ist ein großer Erfolg und führt zu einem ersten Kontakt im Hinblick auf die folgenden Praktika.
Kompetenzfeststellung
Regelmäßig in der 8. Klasse finden Potentialanalysen und Kompetenzfeststellungsseminare statt. Diese werden bisher generell von einem außerschulischen Träger organisiert.
Klasse 9
Praxislerntag
Seit 8 Jahren gestaltet unsere Schule die Betriebspraktika in Form eines Praxislerntages. Unsere Schülerinnen und Schüler gehen ein Jahr lang einen Tag in der Woche in ihre Praktikumsbetriebe. Sie wechseln zwei Mal den Betrieb, so dass jede Schülerin und jeder Schüler dreimal die Gelegenheit erhält, ein Berufsbild intensiv kennen zu lernen.
Zu jedem der drei Praxisblöcke erarbeiten die Schülerinnen und Schüler eine besondere Lernaufgabe. Diese besteht aus einer praktischen Präsentation und einem schriftlichen Teil. Zusammen ergeben die beiden Teile eine Gesamtnote, die unter Nennung des Themas der Lernaufgabe im Zeugnis steht. Durch die Präsentationen gewinnen die Schülerinnen und Schüler viele wichtige Kompetenzen, die sie später in den Betrieben oder bei Auswahlverfahren brauchen können.
Beim Suchen und Finden von Praxisstellen werden die Schülerinnen und Schüler von einem Gewerbeschullehrer unterstützt, der über eine umfangreiche Betriebedatei und genügend Erfahrung verfügt.
Praxisorientierte Prüfung
Seit einigen Jahren führt unsere Schule die „Praxisorientierte Prüfung“ im Rahmen der Prüfung zum ersten allgemeinbildenden Bildungsabschluss durch. Den Schülerinnen und Schülern wird hier die Gelegenheit gegeben, ihre außerschulisch erworbenen Kompetenzen zum Gegenstand einer Prüfung zu machen. Dies schafft den sonst eher stummen „Hauptschülern“ die Möglichkeit, Sprachanlässe aus der eigenen Erlebenswelt zu nutzen, um eine gute Prüfung abzuleisten. Bisher waren sie dabei sehr erfolgreich.
Hier konnten die Schülerinnen und Schüler von ihren Erfahrungen mit den Lernaufgaben des Praxislerntags profitieren.
Klasse 10
Schülerbanking mit der HASPA
Schülerinnen und Schüler lernen unter fachkundiger Anleitung die Grundzüge der Kontoführung und der Arbeit eines Kreditinstitutes.
Lange Nacht der Industrie
Seit 4 Jahren nehmen unsere Abschlussjahrgänge an der langen Nacht der Industrie teil. Die Veranstaltung ist von der Industrie- und Handelskammer mit organisiert und ermöglicht Schülerinnen und Schülern den Einblick in hamburgische Industrieunternehmen, die ihnen sonst kaum möglich wären.



